Oświęcim, der 06.10.19 | 07:52 Uhr
Eine wirklich bewegende und mitreißende Reise geht nun zu Ende. Wir haben nicht nur viel über die Untaten der Nationalsozialisten im KZ Auschwitz gelernt, sondern können diese nun mit dem tatsächlichen Ort „Auschwitz“ verknüpfen und uns somit deutlich besser vorstellen.
In wenigen Minuten geht es nun wieder mit dem Bus zurück nach Schweinfurt.
Oświęcim, der 05.10.19 | 23:38 Uhr
Eine halbe Stunde nachdem wir wieder am Hotel angekommen sind, haben wir uns alle zusammen zu einer kurzen Nachbesprechnung zu beiden Tagen im KZ Auschwitz getroffen. In dieser haben wir Impressionen und Gedanken der letzten Tage gesammelt und uns über diese ausgetauscht. Dabei mussten wir feststellen, dass unsere Meinungen in machen Punkten deutlich auseinander gehen.
So war diese Reise beispielsweise im Großen und Ganzen für viele eine sehr erschütternde Erfahrung, während andere widerrum überrascht waren, dass sie deutlich weniger erschrocken waren von dem, was sie sahen. Sie hatten bereits einmal das Konzentrationslager in Dachau besichtigt, bei der es eine andere Herangehensweise an das Thema gibt. Diese wurde von vielen als deutlich emotionaler empfunden.
Am Abend sind wir zum Abschluss dieser Studienfahrt ein letztes Mal alle gemeinsam Essen gegangen.
Oświęcim, der 05.10.19 | 18:02 Uhr
Der zweite Teil unserer Führung durch Auschwitz hat heute wieder um 12:30 Uhr, allerdings diesmal in Auschwitz II, begonnen. Vor den berühmten Toren dieses schrecklichen Ortes hat uns unsere Führerin des gestrigen Tages wieder in Empfang genommen. Sie hat uns zugleich auf einen Aussichtsturm geführt, von welchem wir einen guten Ausblick auf das ganze Gelände hatten. Für uns alle war es in diesem Moment besonders erschreckend zu erkennen, wie weitläufig dieses Gelände tatsächlich ist. Wenn man vor den Zäunen des KZs steht, kann man sich dessen Größe und Ausmaße kaum vorstellen. Tatsächlich beträgt die Fläche etwa 40km², was zur Veranschaulichung ca. 5 602 Fußballfelder sind! Dort stehen hauptsächlich die Baracken der Insassen sowie vier Krematorien und Gaskammern.
Nachdem uns ein grober Überblick über die Einteilung des Lagers gegeben wurde, sind wir zuerst in eine Holzbaracke geführt worden. Die meisten Gebäude sind leider nicht erhalten geblieben und wurden größtenteils restauriert, jedoch wurde alles originalgetreu nachgebaut oder z.B. der Stacheldraht durch einen neuen ersetzt. Die Holzbaracken des Typs Pferdestall, waren ursprünglich für 52 Pferdeboxen geplant, wo schließlich aber manchmal bis zu 800 Häftlinge hausen mussten. Dreistöckige Pritschen, worin jeweils 15 bis zu 45 Menschen unterkommen mussten und worauf nur eine dünne Schicht Stroh als Matratze gedient hatte, war deren „Bett“. Möglichkeiten zum Waschen oder um das Geschäft zu verrichten hatte es dort kaum gegeben, wobei man sich gut vorstellen kann, wie es in einer solchen Baracke gerochen haben muss.
Schließlich wurde uns eine steinerne Baracke von innen gezeigt. Diese hatte als „Isolierstation“ gedient, worin kranke Häftlinge, die bereits „für die Gaskammern aussortiert“ waren, ohne medizinische Versorgung, geschweige denn Nahrung und Wasser, auf ihren bevorstehenden Tod warten mussten. Auch hier haben wir alle mehrmals geschluckt und uns allen wurde klar, wie hier vor noch etwa 75 Jahren Menschen wie die Fliegen gestorben waren.
Die sogenannte Rampe, welche neben den Gleisen liegt, die ins Innere des KZs führen, ist ebenfalls ein „besonderer“ Ort. Dort hatte die Selektion stattgefunden, wobei SS-Soldaten oder Ärzte beurteilten, ob die ankommenden Häftlinge als Arbeitskraft im KZ dienen oder gleich in den Gaskammern sterben sollten. Eine einzige, unscheinbare Handbewegung entschied hier über Leben und Tod. Für uns hatte es einen komischen Beigeschmack, hier ganz normal die Rampe entlang zu laufen.
Diese mündet an zwei Krematorien, die heute zerstört sind, da die Nazis alle Beweise des Massenmordes vor der Außenwelt vernichten wollten. Dort mussten sich unzählig viele Menschen entkleiden und danach die totgeweihten Gaskammern betreten. Doch hier befinden sich außerdem ein großes Mahnmal aus Stein sowie zahlreiche Gedenktafeln auf den Sprachen aller Insassen, welche an das schreckliche Verbrechen der Nazis erinnern und somit niemals in Vergessenheit geraten soll.
Abschließend wurden wir zu einem Verwaltungsgebäude, der sogenannten „Sauna“, geführt, worin die angekommenen Häftlinge ihrer Kleidung sowie Eigentum beraubt wurden. Krematorium V befindet sich ganz in der Nähe dieses Gebäudes, vor welchem es Häftlingen gelungen war, illegal aufgenommene Fotografien zu machen, welche die grausame Realität des Massenmordes, ohne die Propaganda der Nazis, darstellen. Darauf zu sehen sind nackte Menschen, die in die Gaskammern geführt werden oder Leichen, die unter freiem Himmel verbrannt werden.
Nach unserer vierstündigen Führung durch das Vernichtungslager, sind wir alle ziemlich nachdenklich wieder in Richtung Ausgang gelaufen. Auch dieser zweite Tag hat uns durch die vielen Eindrücke und Erzählungen mancher Einzelschicksale sehr mitgenommen. In einer Nachbesprechung zurück im Hotel wollen wir später noch einmal unsere Eindrücke und Gedanken über diesen Ort Revue passieren lassen.
Oświęcim, der 04.10.19 | 18:12 Uhr
Unsere Führung hat heute um 12:30 Uhr begonnen. Zunächst mussten wir uns jedoch noch beim Betreten des Gebäudes einen Sicherheitscheck à la Flughafen unterziehen und uns mit der nötigen Technik, Kopfhörern und einem Funksender, ausstatten. Sodann ging es los und unsere Führerin hat uns die Anlage gezeigt, deren verschiede Gebäude sich jeweils einer Austellung zu einem bestimmten Thema widmet. Sowohl Führung als auch Museum waren wirklich sehr interessant. Auch wenn viele von uns ihre Referatsthemen vom letzten Schuljahr an verschiedenen Stellen wiederfinden konnten, war der Tag heute äußerst informativ, sodass wir die Themen, über die wir uns eigentlich gut auskennen, nochmals von einer anderen, z.T. persönlicheren, Ebene kennenlernen konnten und ein Haufen an weiteren Informationen erhalten haben.
Außerdem haben wir einige der Orte vom Namen her durch unsere vorherigen Recherchen bereits gekannt. Diese nun tatsächlich „live“ zu sehen, hat also sehr dazu beigetragen, dass man sich all die Geschichten der Taten der Nazis noch bildlicher vorstellen konnte, was wohl beim Großteil von uns, die ganze Führung über, zu einem sehr mulmigen Gefühl verholfen hat.
Was unserer Meinung nach sehr durch die Führung deutlich wurde, war die Tatsache, dass die Nazis das „Projekt Auschwitz“ sehr durchdacht haben. Dies wurde beispielsweise in dem Teil der Führung deutlich, in welchem es um die gezielte Vergasung der Juden in den Gaskammern gegangen ist.
Die Nazis hatten die Juden im Glauben gelassen, dass es sich bei diesen Kammern um simple Duschen handeln würde. Auschilderungen wie „Bad und Desinfektion“ hatten dazu beigetragen. Außerdem wurde den Opfern beim vorherigen Ablegen der Kleidung angeordnet, wie und wo diese Abzulegen waren, sodass nach der Dusche keine Unordnung entstehen und es „schneller gehen“ würde. Dies hatte jedoch einzig und allein als weiteres Täuschungsmanöver gedient, denn schließlich hatte es weder eine „Dusche“ noch ein „danach“ gegeben.
Weitere Teile der Ausstellung haben sich mit Sammlungen der konfiszierten Gegenstände der Insassen befasst. So hat man große Sammlungen an Koffern, Schuhen, Bürsten, Tassen und vielem mehr sehen können. Doch der Raum der uns wahrscheinlich am meisten schockierte hat, war derjenige, in welchem man die Berge an menschlichem Haar sehen konnte, welche den Insassen nach der Vergasung abrasiert wurden. Es wurde von den Nazis gesammelt, da es sich um hervorragendes Füllmaterial gehandelt hatte und somit beispielsweise Baumwolle in bestimmten Eigenschaften gleicht. Die Nazis hatten also Geld mit dem Haar ihrer Opfer verdienen können. Diese Massen an Menschenhaar zu sehen und zugleich den Hintergrund dahinter zu kennen, war so grausam, dass viele von uns dabei gezittert und versucht haben, Tränen zurückzuhalten oder sich einfach nur unwohl gefühlt haben.
Kein Wunder also, dass man auch einen Unterschied zwischen Hin- und Rückfahrt feststellen konnte. Während bei der Fahrt zum Konzentrationslager noch eine
„normale“ Athmosphäre geherrscht hatte, war diese bei der Rückfahrt eindeutig bedrückender. So war es im Bus beispielsweise bei der Rückfahrt ziemlich still - man hat sich nicht wirklich unterhalten.
Relativ gegen Ende unserer Führung kamen wir in einen Raum, in dem ein Buch mit allen Namen der Holocaustopfer, die reproduzierbar waren, ausgestellt wurde. Da dieses Buch mehrere Millionen Namen beinhaltete hatte es auch den entsprechenden Umfang. Man kann sich dieses wie eine lange Stellwand vorstellen, aus der auf beiden Seiten eine Reihe an sehr dicken Büchern. Die Seiten der Blätter waren beidseitig bedruckt.
Schließlich muss angemerkt werden, dass es sich heute um das Arbeitslager Auschwitz I gehandelt hat. Jeder von uns hat im Laufe seiner Schulzeit mindestens ein Arbeitslager in Deutschland besucht. Morgen geht es hingegen zum Vernichtungslager Auschwitz II (oder auch Birkenau). Somit wissen wir noch nicht so recht, was uns morgen erwarten wird, doch eines ist sicher: Es handelt sich hier um einen Ort, der sich allein der gezielten Vernichtung von Menschen gewidmet hatte. Diese Tatsache wird den Anblick nicht gerade „leichter“ machen, als den heutigen.
Oświęcim, der 04.10.19 | 11:53 Uhr
Überpünktlich sind wir heute am Museum angekommen, sodass wir vor unserer Führung noch genügend Zeit hatten, uns die Informations- und Gedenktafeln vor dem Gebäude anzuschauen. Eine Reihe von Tafeln, die den finanziellen Unterstützern zum Dank gewidmet ist, befindet sich relativ nah am Eingang. Weitere Tafeln bilden eine Art Gang, der sich Erlebnissen einzelner ehemaliger KZ-Insassen und Angehörigen widmet. Die Interviewten hatten viele verschiedenen Ethnien, Religionszugehörigkeiten sowie Geschichten. Was diese Menschen von ihren Erfahrungen und der Zeit im KZ berichtet hatten, war zutiefst erschütternd und bewegend für uns. Zugleich hat man an manchen Tafeln zusätzlich auch „den Grund“ für die Haft erfahren. So erzählt beispielsweise ein deutscher Christ, dass sein Vater ins KZ eingeliefert wurde, da er einer jüdischen Frau eine Kartoffel gegeben hatte. Ein tschechoslowakischer Jude berichtet wiederum von einem Dialog nach der Selektion, in welchem er sich nach dem Aufenthaltsort der Frauen und Kinder hatte informieren wollen. Als Antwort hatte sein Gegenüber auf einen großen Kamin gedeutet und hinzugefügt, dass dies der einzige Weg aus Auschwitz raus sei, den jeder früher oder später gehen wird. Dies sind nur zwei von vielen erschütternden und berührenden Zeugenaussagen.
Weitere Infotafeln befassen sich mit dem Zweiten Weltkrieg und somit quasi mit „geschichtlichen Hintergründen“ des Lagers.
Oświęcim, der 04.10.19 | 9:23 Uhr
Guten Morgen!
Heute ist es soweit: wir besuchen das Arbeitslager in Auschwitz. Um 11:30 Uhr fahren wir los, zunächst gibt es jedoch noch eine Stärkung beim gemeinsamen Frühstück.
Bis später!
Oświęcim, der 03.10.19 | 22:38
Guten Abend! Wir sind heute gegen 12 Uhr hier in Oświęcim an unserem Hotel angekommen. Mit großer Freude haben wir festgestellt, dass unser Hotel „Villa Astra“ sehr einladend und gemütlich ist! Nach der langen Busfahrt haben wir uns alle zuerst etwas ausgeruht und frisch gemacht. Der ein oder andere war auch schon die Gegend erkunden oder im nächsten Supermarkt einkaufen. Gegen Abend sind wir alle gemeinsam in einer Pizzeria essen gegangen. Morgen hingegen werden wir zum ersten Mal das KZ Auschwitz betreten.
Bis Morgen!
Schweinfurt, der 02.10.19
„Guten Abend alle zusammen!“ Mit diesen Worten hat uns Herr Popp heute gegen 22 Uhr am Lehrerparkplatz begrüßt. Dort hat schon der Bus auf uns gewartet, in welchen wir unsere Koffer verladen und uns von unseren Liebsten verabschiedet haben. Jetzt steht eine ca. zwölfstündige Busfahrt nach Oświęcim vor uns und eine hoffentlich erholsame Nacht im Bus.
Gute Nacht!
Schweinfurt, der 01.10.19
Morgen ist es soweit: Es geht los nach Auschwitz. Heute haben wir uns in der 2. Pause ein letztes Mal zusammengefunden und letzte Fragen und Anhaltspunkte besprochen.
Schweinfurt, der 25.09.19
Die Exkursion steht schon fast vor der Tür. Darum wurden heute wieder einige Kleinigkeiten besprochen und Fragen zur Fahrt geklärt.
Schweinfurt, der 18.09.19
Am heutigen Mittwoch war unsere erste P-Seminar-Besprechung in der 12. Klasse. Da die Planung der Fahrt bereits vor den Sommerferien abgeschlossen war, werden sich die kommenden Sitzungen ausschließlich um organisatorische Dinge drehen.
So haben wir zum Beispiel darüber gesprochen, wie wir es mit dem Geldwechsel in Polen handhaben werden. Außerdem haben sich zwei Schüler um die Erstellung eines Elternbriefs gekümmert, worauf alle wichtigen Daten zur Fahrt noch einmal kompakt für unsere Eltern zusammengefasst sind.
Schweinfurt, der 16.07.19
Heute haben wir uns zu einer letzten kurzen Versammlung vor den Sommerferien zusammengefunden. In dieser ging es ausschließlich um Kleinigkeiten der Organisation, da die Hauptarbeit ja bereits geschafft ist. Dem entsprechend war diese Besprechung auch nur ziemlich kurz. Es ging dabei um kleine Änderungen im Blog, den aktuellen Stand bei der Suche der Sponsoren und die Planung in puncto Geldwechsel und co.
Schweinfurt, der 09.07.19
Aktuell gibt es im Bayernkolleg Schweinfurt eine Ausstellung zum Thema „Von Stalingrad nach Rossoschka“. Dieses entspricht zwar nicht exakt der Thematik unseres P-Seminars, jedoch sind die Themen durch den gemeinsamen Schauplatz im Zweiten Weltkrieg miteinander verknüpft, sodass wir uns dazu entschieden haben, sie heute gemeinsam zu besuchen. Sie war relativ überschaulich und zugleich informativ, also quasi „klein aber fein“. Wir können sie jedem, der am Thema interessiert ist, empfehlen und haben ein paar Eindrücke in Form von Fotos gesammelt, welche Sie unten oder in unserer Galerie sehen können.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 26.07.19 und kann ohne Anmeldung von Interessierten kostenlos besucht werden.
Schweinfurt, der 02.07.2019
Beim heutigen Treffen haben wir uns alle im Computerraum getroffen und dort hauptsächlich Einzelgespräche mit unserem Lehrer geführt. Dabei haben wir ihm jeweils vom Werdegang unserer Arbeitsgruppen berichtet und dazu ebenfalls eine Art Fragebogen ausgefüllt. Des Weiteren haben wir abgeklärt, wie die Verpflegung in Auschwitz erfolgt und hierbei festgelegt, dass wir mindestens zwei mal vor Ort zusammen Essen gehen werden. Auch die Gruppe der Abschlusspräsentation hat dem ganzen Kurs ihr Vorhaben genauer erläutert und schon einen groben Zeitraum des Termins für die Veranstaltung mitgeteilt. Zum Schluss hat uns Herr Popp verkündet, dass wir nächsten Dienstag eine Ausstellung über den Holocaust hier in Schweinfurt besuchen werden. Darauf sind wir nun alle sehr gespannt.
Schweinfurt, der 25.06.2019
Heute fand das P-Seminar wieder wie gewohnt in der siebten und achten Stunde statt. Es ging ausschließlich um organisatorische Dinge.
Die Gruppe, die sich um die Sponsoren kümmert, hat uns auf den neusten Stand gebracht. So auch die Gruppe, die sich um die Transportmittel kümmert. Diese hat über die Ferien ein super Busangebot gefunden. Somit sind in diesem Bereich nun die Planungen größtenteils beendet und wir sind unserer abschließenden Fahrt einen deutlichen Schritt näher. Die Kleingruppe die sich um die Nahrungsmittelversorgung vor Ort sowie die Ausgestaltung des Ankunftabends kümmert hat uns ihren konkreten Plan vorgestellt und auch die Gruppe die sich der Öffentlichkeitsarbeit widmet, hat uns auf den neusten Stand gebracht.
Schweinfurt, der 04.06.2019
Heute haben wir uns zu einer schnellen Besprechung nach der sechsten Stunde getroffen, in welcher lediglich Organisatorisches kurz mit unserem Betreuungslehrer abgesprochen wurden. Unter anderem haben wir hierbei geklärt, dass das Angebot der Bahn nicht nur aus kostentechnischen Gründen nicht in Frage kommt.
Schweinfurt, der 28.05.2019
Auch heute haben wir uns wieder in der zweiten Pause zu einem kurzen Informationsaustausch getroffen. Da eine Fahrt mit dem Bus wie bereits erwähnt leider ziemlich kostspielig ist, haben wir nun auch bei der Bahn nach einem Angebot angefragt. Das vorläufige Ergebnis hierbei war jedoch nicht nur ebenfalls sehr teuer, sondern auch vorrausichtlich durch die lange Reisezeit und das viele Umsteigen äußerst anstrengend. Es bleibt aber abzuwarten, bis uns von der Deutschen Bahn das endgültige Angebot zugeschickt wird.
Mittlerweile haben wir selbst das Reisen per Flugzeug in Betracht gezogen, da dies im Vergleich zu Bus und Bahn aktuell günstiger wäre. Dies wäre aber nur die absolute finanzielle Notlösung, da wir aus umwelttechnischen Gründen nur sehr ungern mit dem Flugzeug fliegen würden.
Schweinfurt, der 21.05.2019
Heute war wieder ein kurzes Treffen in der zweiten Pause. Leider gab es wieder nicht viel zu besprechen, da es Komplikationen mit unserem präferierten Busunternehmen gab und wir von diesem dadurch noch kein richtiges Angebot erhalten haben. Andere Busunternehmen waren leider zu teuer oder haben in unserem Reisezeitraum keine passenden Angebote zur Verfügung. So mussten wir uns in der letzen Woche natürlich weiter informieren und nach möglichen Alternativen suchen. Hierfür bekam die verantwortliche Kleingruppe Hilfe vom restlichen Seminar, da das Suchen einer Transportmöglichkeit zur Zeit oberste Priorität hat und andere Gruppen aktuell z.T. noch nicht viel zu tun haben.
Schweinfurt, der 14.05.2019:
Am heutigen Tag haben wir uns zu einer schnellen Besprechung in der zweiten Pause getroffen, um die bisherigen Ergebnisse zusammenzutragen. Leider gab es hierbei jedoch noch nicht all zu viel zu besprechen.
Wichtig ist aktuell vor allem die Gruppe, welche sich um die Transportmöglichkeiten kümmert, weshalb diese auch im Fokus der heutigen Besprechung war. Die verantwortlichen Schüler haben sich über öffentliche Verkehrsmittel in Auschwitz informiert und Anfragen an einige Busunternehmen aus der Region geschickt, darunter auch eines, welches schon seit einigen Jahren mit unserer Schule zusammenarbeitet und somit unser aktueller Favorit wäre.
Schweinfurt, der 07.05.2019:
Heute war wieder die Arbeit in den Kleingruppen angesagt. Hierfür sind wir erneut in den Computerraum der Schule gegangen. Es wurde fleißig weitergearbeitet!
Schweinfurt, der 30.04.19:
Im heutigen P-Seminar-Treffen haben wir uns in unseren Kleingruppen zusammengefunden, um gemeinsam in unseren jeweiligen Themengebieten zu recherchieren bzw. uns zu organisieren. Dafür haben wir uns in den Computerraum unserer Schule begeben.
Zu den heutigen Ergebnissen zählt u.A. das Anschreiben verschiedener Kontaktpersonen.
Schweinfurt, der 09.04.2019:
Heute wurden die restlichen Präsentationen vorgestellt.
Begonnen hat die Schülerin Isabell. Sie hat uns sowohl den Aufbau des Hauptlagers Auschwitz, als auch die Verwaltungsstrukturen erklärt. Vor allem in Hinblick auf unsere Exkursion ist es sehr interessant schon im Voraus den Aufbau des Lagers zu kennen.
Als nächstes hat uns Marie einige Fluchtversuche sowie Aufstände vorgestellt und uns deren Konsequenzen erläutert. Wir finden es besonders bemerkenswert einer solch aussichtslos erscheinenden Situation mit Widerstand zu begegnen oder einen Fluchtversuch zu starten, zumal sowas mit einer Menge Mut gekoppelt ist. Davor haben wir großen Respekt.
Im Anschluss hat uns Sabrina den Lebensborn vorgestellt. Für fast alle Kursteilnehmer war dieser „Verein“ noch unbekannt und wir waren abermals schockiert über die krankhafte Ideologie der Nazionalsozialisten.
Die letzte Präsentation hielt Franziska. Sie hat uns als abrundenden Abschluss noch verschiedene Holocaust Gedenkstätten vorgestellt. Wir sind froh, diese Kunstwerke kennengelernt und mehr über sie erfahren zu haben.
Wir sind alle der Meinung, dass der Holocaust als eine der dunkelsten Stunden der deutschen Geschichte auf keinen Fall in Vergessenheit geraten sollte. Vor allem in einer Zeit, in der man eine weltweit steigende Unterstützung rechtsorientierter Parteien und Politiker verfolgen kann, ist dies besonders wichtig.
Schweinfurt, der 02.04.2019:
In der heutigen Doppelstunde haben weitere Schüler ihre Referate vorgestellt.
Zu Beginn hat uns Kiana über die Hierachie innerhalb des Lagers zwischen den Häftlingen informiert. Uns allen war vorher gar nicht bewusst, dass es eine Rangordnung in Auswitz gab und dass es - banal ausgedrückt - manchen Insassen nicht so schlecht ergangen ist, wie anderen.
Als Nächstes hat uns Mona die Aufarbeitung des Holocausts, speziell in Polen, nähergebracht. Schockiert hat uns hierbei die Tatsache, dass in Polen, praktisch im Land des Geschehens, die Aufarbeitung eher mangelhaft von Statten geht und Antisemitismus noch immer gegenwärtig ist.
Jonas hat uns daraufhin von der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee sowie vom Schicksal der Hinterbliebenen erzählt. Vor allem eine Einspielsequenz aus dem Deutschen Bundestag der Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch hat uns besonders beeindruckt.
Ein weiteres Schicksal eines überlebenden Opfers ist das des Lale Sokolov, welches uns Emilia dargelegt hat. Seine Geschichte wird auch im Roman „Der Tätowierer von Auschwitz“ aufgegriffen, welches uns Emilia besonders ans Herz gelegt hat.
Schweinfurt, der 26.03.2019:
Diesen Dienstag haben die Präsentationen unserer Referate begonnen. Die erste Referentin war Melina, die uns die Menschenexperimente der Nationalsozialisten nähergebracht hat. Es war für uns alle schockierend zu erfahren, welche grausamen und unmenschlichen Experimente Nazi-Ärzte an ihren Opfern durchgeführt haben.
Das nächste Referat hat sich anschließend mit einer konkreten Versuchsreihe dieser Experimente beschäftigt. Klara hat uns nämlich von Dr. Mengele und seiner Zwillingsforschung im KZ Auschwitz erzählt. Mithilfe eines Zeugenberichts der Überlebenden Eva Mozes Kor konnte auch sie uns allen eine Gänsehaut bescheren.
Die Schülerin Sara hat von der Geschichte des KZ-Auschwitz berichtet und konnte somit wichtige historische Fakten zum Konzentrationslager liefern. Diese sind insofern wichtig, da unser Projekt von eben diesem KZ handelt.
Einen Vortrag über Rudolf Höß, dem Lagerkommandanten des KZs Auschwitz, hat Lena gehalten. Sie ist unter Anderem auf seine Biografie eingegangen. Interessant war an dieser vor allem, dass man durch sie Einblick in den Kontrast seiner psychischen Verfassung als Familienvater und SS-Obersturmbannführer erhalten konnte.
Im Anschluss haben wir mehr über die Insassen des KZs erfahren, so beispielsweise aus welchen „sozialen Gruppierungen“ die Gefangenen stammten. Emily ist dabei auch genauer auf die „Gründe“ für ihre Gefangenschaft eingegangen.
Abschließend hat Marc die heutige Sitzung mit seinem Referat über den Aufstand der Juden im Warschauer Ghetto beendet. Für fast alle Kursteilnehmer waren diese Informationen neu, da wir im normalen Unterricht hauptsächlich über die Unterdrückung der Juden gesprochen haben, jedoch nie genauer darauf eingegangen sind, wie sich Einzelne gegen diese gewehrt haben.
Schweinfurt, der 12.03.2019:
Heute haben wir unsere Präsentationsthemen festgelegt. Diese lauten wie folgt:
- Menschenexperimente der Nationalsozialisten (Melina)
- Zwillingsforschung im Dritten Reich - Mengeles Experimente an Zwillingen in Auschwitz (Klara)
- Geschichte des Lagers Auschwitz (Sara)
- Rudolf Höß - Lagerkommandant des KZs in Auschwitz ab Mai 1940 (Lena)
- Herkunft der KZ-Insassen (Emily)
- Der Aufstand der Juden im Warschauer Ghetto (Marc)
- Die Lagerhierarchie der Häftlinge im KZ Auschwitz (Kiana)
- Die Aufarbeitung des Holocausts in Polen (Mona)
- Die Befreiung des Lagers Auschwitz durch die Rote Armee und das Schicksal der Hinterbliebenen (Jonas)
- Alltag und Überleben in Auschwitz am Beispiel eines Einzelschicksals (Emilia)
- Aufbau des Hauptlagers Auschwitz und Verwaltungsstrukturen (Isabell)
- Fluchtversuche und Aufstände im Lager und ihre Konsequenzen (Marie)
- Der Lebensborn (Sabrina)
- Holocaust Gedenkstätten (Franziska)
Nun haben wir zwei Wochen Zeit um unsere Präsentationen vorzubereiten.
Schweinfurt, der 26.02.2019:
Die nächsten Wochen beschäftigen wir uns näher mit der Thematik dieses P-Seminars. Als kleine Einführung dazu haben wir heute zunächst den Film „Night will fall – Hitchcocks Lehrfilm für die Deutschen“ gesehen. Die Bilder, die darin zu sehen waren, haben uns alle äußerst sprachlos gemacht, sodass die Stimmung nach Ende des Films ziemlich bedrückend war.
Die dazugehörige historischen Ereignisse haben wir alle zwar schon im Unterricht behandelt, doch dies nun anhand konkreter Bildern vor Augen geführt zu bekommen, war trotzdem einfach nur erschreckend. Jedoch müssen wir auch ganz klar sagen, dass wir es sehr gut finden, dass wir diesen Film gesehen haben. Er hat uns nicht nur einen besseren Einblick in die Praxis der Nazis beschert, sondern war gewissermaßen auch ein guter „Vorgeschmack“ auf das, was uns in unserer Exkursion nach Auschwitz erwarten wird.
In den folgenden Wochen wird jeder von uns eine Präsentation über ein selbst ausgewähltes Thema halten, welches natürlich zu unserem Projektthema passt. Der Film hat hierbei als eine Art „Inspiration“ gedient. Es wurden viele Seiten dieser Materie beleuchtet, sodass eventuell direkt ein interessantes Thema gefunden werden konnte. Die Projektthemen werden wir nächste Woche festlegen bzw. verteilen.
Schweinfurt, der 19.02.2019:
Heute war unser erstes offizielles Treffen im neuen Semester (11/2). Unser Lehrer hat uns grundlegende Informationen über das P-Seminar dargelegt, wie beispielsweise der Ablauf und die abschließende Bewertung des Seminars.
Ein weiterer Programmpunkt am heutigen Dienstag war die Einteilung des Kurses in Kleingruppen. Jede dieser Gruppen widmet sich ab jetzt in den kommenden Monaten einem speziellen Aufgabengebiet des Seminars. Diese sind:
- das Suchen einer Unterkunft (Emily, Franzi, Kiana und Marie)
- das Informieren über mögliche Transportmittel (Jonas, Sabrina und Sara)
- die Planung der Verpflegung vor Ort sowie Gruppenaktivitäten (Emily, Kiana und Marc)
- das Finden von Sponsoren (Isabell, Lena und Marie)
- die Öffentlichkeitsarbeit (Klara und Melina)
- die Planung der Abschlussveranstaltung (Emilia, Franzi und Mona)
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